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Martin Mumelter

das sich damals gemeinsam mit der Nachbarstadt Hall zu einer Metropole der Alten wie der Neuen Musik entwickelte. Pioniere der Historischen Aufführungspraxis wie Nikolaus Harnoncourt und Jordi Savall waren dort regelmäßig zu Gast, ebenso konnte man Größen der Neuen Musik von György Ligeti und Steve Reich bis zu John Cage persönlich begegnen. Beim jährlichen Festival „Jugendkulturwoche“ stellten preisgekrönte Literaten ihre neuesten Werke vor, unter ihnen Friederike Mayröcker, Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, und Mumelter konnte dort als gerade Halbwüchsiger aufstrebende österreichische Komponisten wie Friedrich Cerha und Erich Urbanner kennenlernen. Bei den ans Festival geknüpften Uraufführungen und Aufnahmen wirkte er von jung an mit und arbeitete sich von Tuttiverpflichtungen über Kammermusikprojekte bis zu solistischer Verantwortung vor.

bei Roman Wisata, einem Schüler und ehemaligen Assistenten von Otakar Ševčík. Abschluss der Studien Konzertfach und Instrumental-Lehramt mit Auszeichnung und Sonderpreis der AGMÖ (Arbeitsgemeinschaft Musikerzieher Österreichs). Daneben einige Jahre Kompositionsstudien und erste literarische Arbeiten für den ORF.

Szanto stammte aus Österreich-Ungarn, hatte in jungen Jahren ein Duo mit Wilhelm Furtwängler am Klavier und war dessen Konzertmeister gewesen. Er war bis zu seiner Emigration Primarius des Ersten Münchner Streichquartetts und Professor in München.

vielleicht ist kein Zufall, dass zu den ersten Klavierpartnern für die Konzerte und Rundfunkaufnahmen des Zwölfjährigen („Fast ein Wunderkind“ titelte die Presse) der kompromisslose Komponist Heinzpeter Helberger gehörte und Mumelter später gerne mit namhaften Komponisten wie Peter Eötvös, Erich Urbanner, Hans Zender (“Musik und Sprache sind nicht zu trennen“) als Dirigierpartner auftrat. Auch die Instrumentalpartner spiegeln das Interesse an ausgeprägten Persönlichkeiten wider: etwa die Pianisten Alfons Kontarsky und Herbert Henck, der Komponist und Pianist Werner Bärtschi, der Cembalist und Organist Luigi Ferdinando Tagliavini.

spielte Violinkonzerte von Alban Berg, Arnold Schönberg, B. A. Zimmermann, Erich Urbanner, Alfred Schnittke, Richard Dünser, Tadeusz Baird, Kaaja Saariaho u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester  Wien, der Staatskapelle Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, RTL-Symphonierochester Luxemburg, dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik und vielen weiteren u.a. unter Peter Eötvös, Hans Zender, Lothar Zagrosek, Ulf Schirmer, Leopold Hager, Hiroshi Wakasugi, Donald C. Runnicles, Miltiades Caridis. Konzerte New York Carnegie Hall und Merkin Hall, Bregenzer Festspiele, Sagra Musicale Umbra, Edinburgh Fringe Festival, Festwochen der Alten Musik Innsbruck (u.a mit Bach-Solowerken).

für europäische Rundfunksender spielte er über 200 Werke ein. Zu seinen Schallplatteneinspielungen zählen u.a. die Violinkonzerte von Arnold Schönberg, Alban Berg, B.A. Zimmermann, sämtliche Violinsonaten von Charles Ives, Kammermusikwerke von Messiaen, Cage, Ives, Bartók u.a. bei den Labels Koch-Schwann, harmonia mundi, London-Hall und NEOS, sowie Solowerke von Bach für das Label UniMozarteumRecords

HIER zu den CDs.

Sonderpreis der AGMÖ (Arbeitsgemeinschaft Musikerzieher Österreichs) zur Beendigung der Studien; 1971 als bester teilnehmender Streicher Laureat des Gaudeamus-Interpretenwettbewerbs für Neue Musik in Rotterdam, 1979 Kritikerpreis der Musikbiennale Berlin, 1985 Emil-Berlanda-Preis des Landes Tirol für Verdienste um die Neue Musik.

dem neben Spezialisten für Alte und Neue Musik auch die Jazzmusiker und Komponisten Harry Pepl und Werner Pirchner angehörten. Die Programme mischten in ständiger Rotation Improvisationen der unterschiedlichsten Stilrichtungen mit Kompositionen diverser Epochen und gehörten damit  zu jener Avantgarde, die sich mit besonderem Erfolg dem Abbau von Barrieren zwischen „U-“ und „E-„ Alter und Neuer Musik, Improvisation und Komposition widmete. (Gruppenbild im Header oben Mitte: vl. Max Engel, Martin Mumelter, Doris Linser-Rainer, Werner Pirchner, Kurt Neuhauser)

Mehr darüber unter dem Punkt “Improvisation”

in denen sowohl Neue Musik als auch Standardwerke der Klassik zunächst im Gespräch aufbereitet und dann aufgeführt wurden. In der Reihe “Kammermusik unter Freunden” lud Mumelter immer wieder andere Kolleginnen und Kollegen zu Kammermusikprojekten ein, um dem – hoch geschätzten – perfekten Zusammenspiel feststehender Formatierungen Reiz und Risiko nahezu spontanen Musizierens entgegen zu setzen.

Bereits während des Studiums sammelte er Erfahrungen als Lehrer in Musikschulen der Stadt Innsbruck und ihrer Umgebung. Im Alter von 22 Jahren wurde ihm angeboten, am Konservatorium Innsbruck die Ausbildungsklasse der  US-amerikanischen Violinvirtuosin Guila Bustabo zu übernehmen, ein Jahr später wurde er auch Leiter des Symphonieorchesters des Konservatoriums. Daneben unterrichtete er weiterhin Kinder und Amateure. Nach fünf Jahren wechselte Mumelter in den Freien Beruf und führte bis 1985 eine eigene private Violinschule mit öffentlicher Anerkennung. 1981 wurde Mumelter zunächst als Gastprofessor an die Innsbrucker Expositur der Hochschule Mozarteum eingeladen;

1986 erfolgte die Berufung als ordentlicher Professor für Violine an die Universität Mozarteum in Salzburg, wo er bis zur Emeritierung 2016 eine Violinklasse und daneben zehn Jahre lang das von ihm gegründete und konzipierte Institut für Neue Musik leitete. Parallel dazu lehrte er Aufführungspraxis Neuer Musik für alle Instrumental- und Vokalgattungen sowie über viele Jahre sowohl am Mozarteum als auch an der Anton-Bruckner-Universität Linz Didaktik und Lehrpraxis des Violinunterrichts. Die Quintessenz davon findet sich in dem Buch “Standardfragen im Violinunterricht” (Verlag Breitkopf & Härtel, Edition Nepomuk).

Auch als Gruppencoach und Orchestererzieher war Mumelter tätig. Beim Österreichischen Bundesjugendorchester (später „Österreichische Jugendphilharmonie“) betreute er über Jahre die Violinen. Unter den jungen Musikern, die er, wenig älter als seine Schützlinge, in intensiven und zugleich freundschaftlichen Proben für herausfordernde Projekte trainierte, finden sich u.a. die heutigen Dirigenten Franz Welser-Möst und Oswald Sallaberger, die Konzertmeister, Professoren und Dirigenten Rainer und Manfred Honeck, Markus und Reinhold Wolf, die Geiger des späteren Artis-Quartetts und des Hagen-Quartetts.

Zur aktuellen Lehrtätigkeit siehe Menu “Unterricht”.

Gefördert und beraten wurde Mumelter anfangs besonders von  Otto Grünmandl und dem Doyen der Hörspielkomponisten Peter Zwetkoff. Später wurden Kurzgeschichten in der Tiroler Kulturzeitschrift „Das Fenster“ und der „Presse“ Wien veröffentlicht. 2015 erschien sein erster Roman „Spiegelfuge“ (Edition Laurin), 2017 der gemeinsam mit Magdalena Pattis verfasste Kriminalroman „Die Arien des Commissario Scalzi“  (Edition Laurin). Weitere Informationen siehe Menü “Schreiben”. 

1994 erschien das Buch „Ums Leben spielen. Vom Umgang mit Musik“, 2004 „Proust for President/Rettet uns künstlerisches Denken“, 2009 das Didaktik-Fachbuch „Standardfragen im Violinunterricht“ (siehe Menü “Schreiben”)

Er lebt in Bayern, hält  Meisterkurse und unterrichtet fallweise privat. Details siehe Menü “Unterricht”.

MARTIN MUMELTER

Als „Aufnahmen, von denen man bislang nur träumen konnte“ und „reine Freude“ begrüßten namhafte Medien die Gesamteinspielung  der Violinsonaten von Charles Ives durch Martin Mumelter und Klavierpartner Herbert Henck, Werke, in denen die wichtigsten Strömungen der Neuen Musik gebündelt vorweggenommen werden. Schon als Jugendlicher hatte sich Mumelter für Neue Musik und Klassik der Moderne interessiert; zu seinen frühen Einspielungen gehören Ur-Aufnahmen ebenso wie die Violinkonzerte von Alban Berg, Arnold Schönberg, Bernd-Alois Zimmermann (alle live) mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Radio-Symphonieorchester Wien oder den Wiener Symphonikern, oft mit profilierten Komponisten wie Peter Eötvös oder Hans Zender als Dirigierpartner.

Geboren und aufgewachsen in Innsbruck konnte Mumelter von den Initiativen profitieren, die die Region damals sowohl zu einem Mekka der Alten als auch Neuen Musik machten: Da waren  auf der einen Seite Personalen mit Gyorgy Ligeti, Steve Reich oder Pierre Boulez und der letzte öffentliche Auftritt von John Cage, auf der anderen Seite regelmäßige Konzerte und Workshops von Pionieren der Alten Musik wie Nikolaus Harnoncourt oder Jordi Savall, aufgemischt durch das Auftreten heute legendärer Literaten, darunter Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard oder Gerhard Rühm, beim jährlichen Festival „Jugendkulturwoche“, das Mumelter Gelegenheit bot, schon als Halbwüchsiger bei zahlreichen Uraufführungen mitzuwirken. Eingebettet in solche Praxis war Mumelters Violinstudium in Innsbruck, das er später in Philadelphia abrundete.  Bereits 1971 war er als bester teilnehmender Geiger und Streicher Laureat des Gaudeamus-Wettbewerbs für Interpretation Neuer Musik in Rotterdam, bald darauf wurde er für die Aufführung des ihm gewidmeten Violinkonzerts von Erich Urbanner mit dem Kritikerpreis der Musikbiennale Berlin ausgezeichnet. Nicht zufällig entstanden aus diesem Umfeld auch erste literarische Texte, vor allem  Hörspiele, die in Österreich und der Schweiz produziert wurden und zu späteren großen Arbeiten wie dem autobiographisch gefärbten Roman „Spiegelfuge“ führten. Ebenso wurzelt bereits im Umfeld der Jugendjahre, dass Mumelter sich auch intensiv mit Alter Musik befasste und davon ebenfalls repräsentative Tondokumente, etwa mit Solowerken von Bach, vorgelegt hat.

Mumelter war über viele Jahre Professor für Violine an der Universität Mozarteum in Salzburg und leitete dort das von ihm gegründete und konzipierte Institut für Neue Musik. Heute lebt er in Bayern.

Für Details siehe Website: http://www.mumelter.de

Welche Tonträger und Bücher derzeit erhältlich sind, geht aus diesen beiden Bereichen hervor. Interessierte können dort viele Details erfahren und manche Produktionen direkt bestellen.

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