Alban Berg: Violinkonzert, B.A. Zimmermann, Arnold Schönberg, Violinkonzerte (live)

Der vorliegende Mitschnitt stammt von 1985, dem Gedenkjahr zu Bergs hundertstem Geburts- und fünfzigstem Todestag. Ich spielte das Werk in diesem Jahr ein paar Mal, u.a. mit dem Mozarteumorchester Salzburg und der Staatskapelle Berlin. Leider waren damals noch einige Revisionen des Notentextes nicht publik oder nicht abgesichert, deshalb spiele ich sozusagen die alte Fassung. Es tröstet mich, dass die heute üblichen kleinen Änderungen kaum eine künstlerisch tragende Rolle im Gesamtkonzept spielen und dass alte Haudegen, an der Spitze Louis Krasner und Igor Ozim, den Revisionen mit einigen Gründen skeptisch gegenüber standen. Und wie hatte selbst Schönberg einmal seinem Verwandten und Korrektor Greissle geschrieben, der ihn auf einen Fehler in der Zwölftonreihe hinwies: „Na und?“

Wie zum Ausgleich spiele ich immerhin den vierstimmigen Kanon solo, für den Berg eine vereinfachte Variante für zwei Spieler anbietet. Das war mir ein Bedürfnis. Adorno schreibt zu Recht, dass man über diesem Kanon endlos meditieren könnte. Wie überhaupt seine Bemerkungen über das Werk höchst empfehlenswert und auch überraschend praktisch sind.

Zu den Konzerten von Zimmermann und Schönberg siehe die separaten Veröffentlichungen weiter oben im Menü.

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